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Sexual- und Paarberatung

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Sexual- und Paarberatung

Ab sofort bieten wir als Verein Beratungen an.

Ab sofort bietet unsere Obfrau Sara Mayer-Mraz als Lebensberaterin in Ausbildung unter Supervision Beratungsstunden für Einzelpersonen, Paare und andere einander nahestehende Personen (throuples, enge Freundschaften, WG-Bewohner*innen, …) zum reduzierten Tarif von 30 Euro pro Stunde (Erstgespräch € 5,–) an.

Schwerpunktthemen:
* Alternative Beziehungsformen
* ALGBTIQ*-Beziehungen und Outingprozesse
* Außenbeziehungen
* Identitätsfindungsprozesse
* Berufsorientierung und Studienwahl
* Prozesse des Abschließens und Loslassens, des Neubeginns sowie
* Erziehungsthemen.

Sie finden in entspannter, respektvoller Atmosphäre eine Gesprächspartnerin auf Augenhöhe. Die Anerkennung aller noch so widersprüchlichen Gefühle, die Möglichkeit, Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten und ein lustbejahender, lebensfroher Zugang sind die Kennzeichen einer Beratung bei Sara Mayer-Mraz.

Rufen Sie an, schreiben Sie ein Mail. Wir bieten auch kurzfristige Termine an! Gemeinsam finden wir im Erstgespräch heraus, was die aktuellen Themen in Ihrem Leben sind und ob eine Beratung Sinn macht und helfen kann. Fragen kostet nix + beim Reden kommen die Leut‘ zam!

your story

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your story

Pasiofeel startet mit neuen Ideen ins neue Jahr. Eine große Änderung wird noch im ersten Quartal 2018 durchgeführt – Genaueres dann hier und natürlich auf unserer Facebook-Seite.

Unsere neue Idee ist ein Aufruf: erzählt uns eure Geschichten unter unserem Motto „Wir reden darüber.“. Wir möchten deine/Ihre/eure Geschichte, deinen und Ihren und euren speziellen Blickwinkel zum Thema machen und veröffentlichen eure Sichtweise – in anonymisierter Form – auf diesem Blog.

Das Ziel? Klare Sprache und das Sichtbarmachen von Diversität. Es gibt viele Statistiken und Allgemeinplätze. Uns interessieren eure ganz persönlichen Gedanken, Eindrücke, Erlebnisse, die hinter diesen Statistiken und den allgemeinen Selbstverständlichkeiten stehen. Und wenn ihr glaubt, dass es irgendeine verrückte Story sein muss – nein! Einfach nur etwas, das ihr gerne aus eurem Erfahrungs- oder Gedankenschatz im Themenbereich der Sexualität erzählen wollt, das ist hier willkommen! Wir urteilen nicht, wir hören euch zu und wir freuen uns über euer Vertrauen in uns! Egal ob kurz oder lang, kinky oder vanilla oder ganz ohne Action: herzlich willkommen bei pasiofeel!

 

Eure

Cornelia, Thomas & Sara

Menschliche Sexualität

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Wen fasziniert sie nicht?

Nicht nur, dass sie uns überhaupt erst ins Leben gestoßen hat, sie beschäftigt uns auch vom ersten Tag (ja, auch schon im Bauch!) bis zum letzten Tag unserer Existenz.

Menschen an sich sind sexuelle Wesen, jedoch nicht wie man dies vielleicht über Tiere sagen würde, die rein von Instinkt geleitet ihren Dienst an der biologischen Verpflichtung verrichten – obwohl es auch Tiere gibt, die Spaß am Sex haben – sondern wir tun viel, viel mehr. Viel mehr! Wir verwenden sie regelrecht, für uns und für andere. Für ein höheres Ziel oder die Gesellschaft, in der wir tatsächlich leben oder leben möchten. Und gewissermaßen missbrauchen wir diese Sache (DIE Sache) für all unsere Zwecke. Der Zweck? Wo ist also der Zweck in der menschlichen Sexualität?

Die Antwort wird, je nachdem wen man fragt, sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Mensch, der nach religiösen Regeln (welcher Art auch immer) lebt, wird vermutlich Fortpflanzung als ersten Punkt nennen. Und der zweite wäre vielleicht so etwas wie „das gehört in eine Ehe/Beziehung“. Die allermeisten Menschen sagen dann eventuell dazu, dass eine Beziehung monogam ist, man also nur mit dem eigenen Partner sexuelle Intimität austauscht. Einige würden auch den Punkt „emotionale Bindung“ hinzufügen, wobei nicht ganz klar ist, ob Sexualität zwischen PartnerInnen die Bindung vertieft, erst begründet oder ausdrückt.

Dann könnte man einen „Jugendlichen“ (unter Anführungszeichen, denn diese Gruppe gibt’s ja nicht) fragen und er würde auch etwas in der Richtung von monogamer Beziehung (oder einigen monogamen Beziehungen, auch „serielle Monogamie“ genannt) sagen (vgl. „Partnerschaft: Das ewige Ideal“; letzter Absatz auf Seite 1) und dazu noch etwas wie „Spaß“.

Die Frage nach dem Zweck führt automatisch zur Diskussion, was Sexualität eigentlich ist. Sie muss ja quasi auftauchen, wenn man die unterschiedlichen Antworten betrachtet (und natürlich ist es kaum möglich, alle Möglichkeiten einzurechnen oder aufzuzählen, denn so unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind ihre Einstellungen und Wünsche und Träume in Partnerschaften und anderen sexuellen Beziehungen). Denn wenn nicht allgemeingültig geklärt ist, wovon wir überhaupt reden, wie kann dann die Frage nach dem Zweck überhaupt gestellt werden?

Was also ist Sexualität?

Wenn man eine seriöse Quelle befragt, in diesem Fall die Deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, lautet die Antwort: „Sexualität ist ein existentielles Grundbedürfnis des Menschen und ein zentraler Bestandteil seiner Identität und Persönlichkeitsentwicklung. Sexualität umfasst sowohl biologische als auch psychosoziale und emotionale Tatbestände und Vorgänge. Die Ausgestaltung von Sexualität deckt ein breites Spektrum von positiven bis zu negativen Aspekten ab, von Zärtlichkeit, Geborgenheit, Lustempfinden, Befriedigung, bis hin zu Gewaltanwendung und Machtausübung. Menschen leben und erleben Sexualität unterschiedlich. Sie ist ein wichtiges Element der individuellen Lebensweise.“ (vgl. Rahmenkonzept zur Sexualaufklärung der BZgA in Abstimmung mit den Bundesländern; Punkt 1)

Haben wir jetzt die Antwort? Vermutlich nicht. Jeder Mensch beantwortet die Frage, was Sexualität ist, individuell und subjektiv.

Sogar über die Bereiche, die in einem Blog oder einem Workshop behandelt oder besprochen werden sollen, gibt es höchst unterschiedliche Meinungen, die aufgrund ideologischer und religiöser Grenzen zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt hat und dies vermutlich auch immer tun wird. Viele, vor allem Eltern (noch so eine Gruppe, die keine ist), würden wahrscheinlich Aufklärung oder Verhütung nennen. Denn was, wenn nicht ein Konvolut an Informationen fehlt den Menschen? Oder lieber über Minderheiten? Also eigene Workshops und eigene Blogs und eigene Bücher über Homosexualität und andere sexuelle Orientierungen oder Menschen mit Behinderungen? Sollen wir über Gesundheit sprechen? Oder lieber von hinten aufzäumen: über Krankheiten? Über Enthaltsamkeit als Schutz vor Erkrankungen, ungewollter Schwangerschaft und Sittenverfall?

Wie wäre es zur Abwechslung, wenn man über die Dinge spräche, die auch von Interesse sind: alle! Es gibt keinen Teilbereich von Sexualität, der nicht besprechbar ist oder es sein sollte.

Und weil das Thema so groß, der Bereich so riesig und unüberschaubar ist, deswegen wollen wir uns mit den einzelnen Aspekten der menschlichen Sexualität beschäftigen.

Darum also dieser Blog. Und wenn jemand eine Idee hat, worüber es sich zu recherchieren und schreiben lohnt oder auch nur eine Frage oder eine Beschwerde, Anregung oder irgendeine andere Form von Input hat – immer her damit!