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Dallas Buyers Club

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Ron (Matthew McConaughey) ist HIV-positiv und so genannter „late presenter“ (= jemand, bei dem erst sehr spät, meist im AIDS-Stadium festgestellt wird, dass HIV im Blut nachweisbar ist). Es ist 1985 und eine HIV-Diagnose bedeutet das Todesurteil. Ron ist zynisch, fast militant hetero und ein Rodeo-Fan. Er raucht, trinkt und konsumiert Koks, wahllose sexuelle ungeschützte Kontakte mit fremdem Frauen sind sein Alltag. Erst verzweifelt Ron, dann besorgt er sich Medikamente und als die ihn fast töten, besorgt er sich neue.

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Er gründet einen Buyers Club, also eine Art Verein, der gegen eine monatliche Gebühr nicht-zugelassene Medikamente an andere HIV-positive Menschen verteilt. Auf dem Weg gewinnt Ron eine/n Freund*in namens Rayon (brillant: Jared Leto), neue Erkenntnisse und streitet mit der FDA. Eine befreundete Ärztin unterstützt ihn in seinen Vorhaben.

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Basierend auf der wahren Geschichte von Ronald Woodroof (1950 – 1992), durch dessen Kampf die medikamentöse Therapie für HIV-positive Menschen eine wichtige Wendung nahm, erfährt man hautnah, wie real die Stigmation war (und ist), wie viele Vorurteile, wie viel Verzweiflung und wie viel Aussichtslosigkeit die Menschen erschütterte. Auch wenn nicht alle Aspekte der Realität entsprechen, macht das für die Geschichte keinen Unterschied.

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Dieser Film ist ein Muss für jede*n, die/der sich für die Geschichte der Antiretroviralen Therapie und die emotionalen Hintergründe von Betroffenen interessiert!